Die Idee

Im Sommer 1980 erzählt Ulrich Claußen, Lehrer an der IGS (Integrierte Gesamtschule) Linden, seinem Tutorium von seinem Aufenthalt in einem Workcamp in Ghana. Gemeinsam mit den BewohnerInnen eines Dorfes im Landesinneren haben dort Freiwillige von der "Voluntary Work Camp Assocoiation of Ghana" mit dem Bau einer Dorfgesundheitsstation, die eine Basisversorgung und Aufklärung über Hygiene und Ernährung anbieten will, begonnen. Doch trotz des Engagements der Bevölkerung kann die Station nicht fertig gestellt werden, da Baumaterialien fehlen. Das Tutorium der IGS Linden zeigt sich daraufhin interessiert an dem Thema Entwicklungszusammenarbeit und beginnt, sich näher über das Projekt in Ghana zu informieren. Es beschließt, zu handeln und aktiv die Fertigstellung der Gesundheitsstation zu unterstützen. Dafür wird durch Flohmarktaktionen und Stände in der Schule Geld gesammelt. Gleichzeitig besteht der Wunsch, die Probleme in den sogenannten Entwicklungsländern genauer zu betrachten, die Ursachen zu analysieren und die Verantwortung der reichen Industrieländer zu beleuchten.

Heute

Seit Juni 2003 befindet sich der Allerweltsladen nach vier Umzügen in einem neuen, großen Ladenlokal in der Limmerstraße 44. Bis heute sind dem Verein nur noch wenige Mitglieder aus der Gründungszeit erhalten geblieben. Aber auch, wenn die Ladenarbeit nicht mehr von SchülerInnen oder LehrerInnen der IGS Linden mitgestaltet wird, so ist doch die ursprüngliche Idee über die Jahre hinweg durch das ehrenamtliche Engagement vieler aktiver Mitglieder und Nicht-Mitglieder aufrecht erhalten und weitergetragen worden. So konnte der Laden Anfang 2001 sein zwanzigjähriges Jubiläum und 2003 mit Musik, Informationen und Aktionen die Eröffnung des neuen Ladens feiern.